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Digital TV

Flachbildschirme lösen die letzte Röhre im Wohnzimmer ab und auch die Übertragung des Bildsignals geht immer andere Wege. Dabei muss das Ergebnis nicht immer besser sein.
Mein erstes eigenes Fernsehgerät war ein ausrangierter Apparat im Holzgehäuse aus dem Jahr 1953. Inzwischen sehe ich ab und zu noch per USB-Stick am Laptop fern. Seit DSL aber immer mehr zeitversetzt im Internet. Oder der Videorecorder im Netz nimmt interessante Programme zum Nachsehen auf.

Digitalfernsehen über Stabantenne (DVB-T) 
Verpackung des USB-TV-SticksVor so 15 Jahren begann der Siegeszug der Sat-Schüssel - noch mit Analogtechnik. Danach folgte DBV-S, das digitale Fernsehen über Satellit. Die Stahlschüssel liegt in der Ecke - abgebaut beim letzten großen Sturm. Der alte Humax F1-VACI kommt vielleicht wieder zum Einsatz, wenn es die Situation erfordert. Er hat treue Dienste geleistet, auch wenn das Netzteilbrummen etwas fehlen wird.

Fernsehen auf dem Küchentisch oder im GartenDas linke Bild: Die Verpackung des USB-DVB-T-Sticks. Ohne Vergleich sieht das Gebilde eher groß aus. Neben dem Notebook fällt dieser kleine Empfänger kaum noch auf. Die mitgelieferte Stabantenne lieferte bisher immer gute Signale und die 24 Programme kommen überwiegend fehlerfrei. Die Installation ist etwas tückisch, insbesondere die Fernbedienung muss richtig installiert sein, wenn man sie dann benutzen möchte. Hard- und Software überzeugen ziemlich. Leider fehlt der Videotext.


DVB-T
Programme

Im Raum Düsseldorf wurde im Jahr 2005 auf DVB-T umgestellt. Nach anfänglichen Schwächen können nun aber alle 23 (24) Programme meist problemlos empfangen werden.
Das Erste ZDF 3sat
NDR WDR Düsseldorf WDR Wuppertal
SWR MDR phoenix
Kika Eins festival arte
Kabel 1 Sat1 Pro7
RTL RTL II Super RTL
Vox CNN Eurosport
terra nova viva N24

Wie zu alten analogen Tagen sendet der WDR auf mehreren Kanälen. Wer glaubt, dass zur Regionalzeit die Sender das Fenster senden, was man in der Senderkennung lesen kann, der irrt. Ab 19:30 Uhr sind auch EPG und Kanalzuordnung etwas seltsam zugeordnet ...
Und dann gibt es noch das Timesharing von Transpondern. Wann genau da umgeschaltet wird ist nicht ganz leicht zu erfahren. Zumindest 3sat sendet nun durchgehend.


Software WinFast DTV 
DVBTAP.exe in der Version 2.0.1.79 lag der großen Verpackung auf CD bei. Die Software machte von Anfang an eine etwas anderen Eindruck. In Windows-Vista sollte sie sich ziemlich gut einfügen. Das Bedienfeld erinnert im Aussehen an einen USB-Stick und ein klassisches Menü ist nicht enthalten, was aber auch nicht fehlt. Einzig der fehlende Videotext schmerzt etwas. Versuche den Stick mit Hilfe anderer Software mit Videotext zu benutzen sind zwar gelungen, allerdings überzeugt die mitgelieferte Software doch so, dass man lieber auf den Teletext verzichtet. Einige Highlights dieser Version sind z.B.:
  • Sehr schneller Programmscan.
  • Einfache Bedienung quasi ohne Latenz.
  • Bild in Bild (gleicher Transponder).
  • Direktes Aufzeichnen auf DVD.
  • Deutliche EPG-Einblendungen (Soft)
Die Software bietet noch viele feine Sachen und sie wird weiterentwickelt, wie man weiter unten sehen kann. Und sie wird ihrem Namen gerecht: Sie ist schnell. Dies ist man bei Java und Co, aber auch unter Windows selber ja kaum noch gewohnt. Da ist eine Kanalvorschau in der alle Programme nacheinander oder per Auswahl kurz anlaufen und ein Standbild hinterlassen. Die Kanalsuche mit (optional) voreingestellten Regionen und unterschiedlicher Sensibilität.



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H.-J. Berndt